Fünf Personen stehen lächelnd zusammen

Eignungs- und Orientierungspraktikum

Das Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP) zur Reflexion und Perspektiventwicklung zu Beginn des Lehramtsstudiums.

Das Bachelorstudium umfasst, in der Regel im ersten Studienjahr, ein bildungswissenschaftlich oder fachdidaktisch begleitetes Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP).

Das EOP ist das erste Praxiselement in den lehramtsbezogenen Studiengängen und ist im Rahmen des Bachelorstudiums zu absolvieren. Es hat einen Umfang von 25 Praktikumstagen, die möglichst innerhalb von fünf Wochen (innerhalb eines Schulhalbjahres) abgeleistet werden sollen (§ 12 LABG).

Dieses Praktikum führen die Hochschulen in Bezug auf Fragen der Eignungsreflexion in Kooperation mit den Schulen durch, die dabei von den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (s. Kontakte ZfsL) unterstützt werden.

Das Landesprüfungsamt für Lehrämter an Schulen (LPA) ist für die landesweite Koordinierung, fachliche Begleitung und Weiterentwicklung des Eignungs- und Orientierungspraktikums zuständig. In Aufgaben der Eignungsreflexion kooperiert das Landesprüfungsamt mit den Universitäten, den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung sowie den Schulen und leistet im Bereich der Praxisphasen einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Lehrerausbildung.

Informationen

Praktikantinnen und Praktikanten erhalten im EOP einen Einblick in den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In „Corona-Zeiten“ ist dies häufig nur in Distanzformaten möglich. Dies ist insofern bedauerlich, als Studierende ggf. wenige/ keine Lern- und Erprobungsgelegenheiten in Präsenzformaten erhalten und Schulen vor neue Herausforderungen bei der Begleitung der Praktikantinnen und Praktikanten gestellt sind.

Zugleich sind aber mit der Einbindung der Studierenden in digitale Lehr-und Lernformate auch Chancen für beide Seiten verbunden. Voraussetzung dafür ist eine enge Absprache zwischen Mentorinnen und Mentoren und Praktikantinnen und Praktikanten hinsichtlich der individuellen Ausgestaltungsmöglichkeiten. Neben der Klärung organisatorischer Aspekte betrifft dies v.a. die inhaltliche Ausgestaltung (s. hierzu auch die „Handreichung zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht“ unter www.broschueren.nrw/distanzunterricht; Ziffer 3.3.1).

Ideen dafür könnten sein:

  • Unterstützung der Lehrkraft bei der Durchführung des Distanzunterrichts (z. B. Protokollierung von Arbeitsergebnissen, Beantworten von Schülerinnen- und Schülerfragen, Aufbereitung von Lernmaterial, Vorbereitung bzw. Administration von digitalen Tools),
  • Unterstützung der Lehrkraft bei der Sichtung von eingereichten Arbeitsergebnissen der Schülerinnen und Schüler und den Rückmeldungen dazu,
  • Unterstützung bei der Beziehungsarbeit mit Schülerinnen und Schülern: Gezielte Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler, z. B. anhand von digitalen oder telefonischen Beratungen der Schülerinnen und Schüler zu fachlichen oder technischen Aspekten,
  • Zuordnung von Studierenden zu Klein- bzw. Projektgruppen, mit denen Arbeitsphasen vereinbart werden,
  • Gestaltung eines digitalen Lernangebots auf der Grundlage der aktuellen Unterrichtsinhalte (z. B. Kahoot-Quiz, kleines Lernvideo, Lückentexte), ggf. auch gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern,
  • Vorbereitung und ggf. Anleitung von Zusatzangeboten (z. B. Bewegungsspiele, Konzentrations- oder Entspannungsübungen).

Die schulischen Reflexions- und Beratungsangebote für die Studierenden können dabei gezielt auf die Erfahrungen im Distanzunterricht angepasst werden. Folgende Aspekte können dafür z. B. Berücksichtigung finden: Herausforderungen und Chancen beim Lernen auf Distanz, Gestaltung von Kommunikation und Beziehungen in digitalen Lehr- und Lernformaten, (neue) Anforderungen an Lehrkräfte.

Die hier aufgeführten Ideen sind erste Anregungen. Weitere Hinweise und Impulse gibt es an den einzelnen Universitätsstandorten (s. Kontakt Universitäten).

Im Interesse der Studierenden, aber auch um langfristig Verzögerungen bei der Lehrkräfteversorgung zu vermeiden, bittet das Ministerium für Schule und Bildung darum, auch im 2. Schulhalbjahr 2020/21 Praktikantinnen und Praktikanten für das Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP) aufzunehmen.

Auch Praktikantinnen und Praktikanten im Bachelorstudium (EOP) können in dieser herausfordernden Zeit den Schulen unter Berücksichtigung der schulischen Gegebenheiten eine wertvolle Unterstützung sein.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben die Schulen die Herausforderungen eines Schulbetriebs in Corona-Zeiten sehr gut gemeistert. Gleichwohl gibt es gerade zu Beginn des 2. Schulhalbjahres vermehrt Nachfragen von Schulen, wie der Einsatz von Praktikantinnen und Praktikanten in Zeiten von Distanzunterricht erfolgen kann.

Gute Beispiele für unterstützende Gestaltung der Praktika sind zugänglich gemacht in der „Handreichung zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht“ (Ziff. 3.3.1, www.broschueren.nrw/distanzunterricht).

Wichtige Informationen und Anregungen für die schulische Begleitung von Praktikantinnen und Praktikanten im EOP sind in einer Handreichung zusammengefasst.

Darin enthaltene Hinweise, Empfehlungen und Materialien können Schulen landesweit im EOP eine Hilfe sein und bei der hochschulspezifischen Ausgestaltung des fünfwöchigen Praktikums – in Abhängigkeit und unter Berücksichtigung der jeweiligen universitären Vorgaben – unterstützen.

Das Lehrerausbildungsgesetz (LABG) regelt die Ausbildung für Lehrämter an öffentlichen Schulen, so auch die Praxiselemente in der Lehrerausbildung (§ 12).

Die Lehramtszugangsverordnung (LZV) definiert die Voraussetzungen für den Zugang zum Vorbereitungsdienst, der zweiten Phase der Lehrerausbildung. Neben den Vorschriften zum Lehramtsstudium für die Bachelor-/Master-Studiengänge sind darin die Kompetenzen und Standarts zum EOP (§ 7) enthalten.

Der Praxiselementeerlass (Runderlass) regelt die Durchführung der Praxiselemente in den lehramtsbezogenen Studiengängen.

Durch das Portfolio Praxiselemente dokumentieren angehende Lehrerinnen und Lehrer den systematischen Aufbau berufsbezogener Kompetenzen in den einzelnen Praxiselementen der Ausbildung.

Beispiele für schulische Reflexions- und Beratungsanlässe

Praktikumsplatzangebote an Schulen Ampelsystem "EOPS-A"

Sie suchen für das EOP einen Praktikumsplatz an einer Schule? Dann finden Sie hier eine Übersicht über das Angebot an Praktikumsplätzen an Schulen in Nordrhein-Westfalen, Kurzinformationen zum Profil der Praktikumsschulen und Kontaktdaten der Schulen für die persönliche Bewerbung. Das EOP kann grundsätzlich an allen Schulen des Landes absolviert werden mit Ausnahme von Schulen, welche die Praktikantinnen und Praktikanten in der eigenen Schulzeit besucht haben. Mit Zustimmung des Ersatzschulträgers kann das Eignungs- und Orientierungspraktikum auch an genehmigten Ersatzschulen absolviert werden.

Angebote zur Selbsterkundung

Die Frage der persönlichen Eignung für den Lehrerberuf ist ein fortlaufender Prozess, der immer wieder der Aktualisierung bedarf. Auch wenn Sie bereits ein Lehramtsstudium aufgenommen haben ist es erforderlich, sich immer wieder zu fragen, ob dieser Beruf zu meinen Voraussetzungen passt.

Über die Angebote zur Eignungsreflexion im Rahmen des EOP hinaus können unter anderem folgende Instrumente dabei unterstützen: