Eignungs- und Orientierungspraktikum

Das Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP) zur Reflexion und Perspektiventwicklung zu Beginn des Lehramtsstudiums.

Das Bachelorstudium umfasst, in der Regel im ersten Studienjahr, ein bildungswissenschaftlich oder fachdidaktisch begleitetes Eignungs- und Orientierungspraktikum, das der kritisch-analytischen Auseinandersetzung mit der Schulpraxis, der Reflexion der Eignung für den Lehrerberuf und der Entwicklung einer professionsorientierten Perspektive für das weitere Studium dient.

Das Eignungs- und Orientierungspraktikum ist das erste Praxiselement in den lehramtsbezogenen Studiengängen und ist im Rahmen des Bachelorstudiums zu absolvieren. Es hat einen Umfang von 25 Praktikumstagen, die möglichst innerhalb von fünf Wochen (innerhalb eines Schulhalbjahres) abgeleistet werden sollen (§ 12 LABG). Das bildungswissenschaftlich oder fachdidaktisch begleitete Eignungs- und Orientierungspraktikum dient der kritisch-analytischen Auseinandersetzung mit der Schulpraxis, der Reflexion der Eignung für den Lehrerberuf und der Entwicklung einer professionsorientierten Perspektive für das weitere Studium.

Dieses Praktikum führen die Hochschulen in Bezug auf Fragen der Eignungsreflexion in Kooperation mit den Schulen durch, die dabei von den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung unterstützt werden.

Das Landesprüfungsamt ist für die landesweite Koordinierung, fachliche Begleitung und Weiterentwicklung des Eignungs- und Orientierungspraktikums zuständig. In Aufgaben der Eignungsreflexion kooperiert das Landesprüfungsamt mit den Universitäten, den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung sowie den Schulen und leistet im Bereich der Praxisphasen seinen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Lehrerausbildung.

Ziele und Kompetenzerwerb im EOP

Die in § 7 Lehramtszugangsverordnung (LZV) formulierten Standards sind die Grundlage für den Kompetenzerwerb im Eignungs- und Orientierungspraktikum. Sie sind für die Hochschulen, Schulen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung ein verbindlicher Rahmen und gleichzeitig ein Bindeglied für den inhaltlichen Auftrag der drei beteiligten Institutionen.

Gemäß den Standards der LZV verfügen die Absolventinnen und Absolventen am Ende des Eignungs- und Orientierungspraktikums über die Fähigkeit,

  • die Komplexität des schulischen Handlungsfelds aus einer professions- und systemorientierten Perspektive zu erkunden und auf die Schule bezogene Praxis- und Lernfelder wahrzunehmen und zu reflektieren,
  • erste Beziehungen zwischen bildungswissenschaftlichen Theorieansätzen und konkreten pädagogischen Situationen herzustellen,
  • erste eigene pädagogische Handlungsmöglichkeiten zu erproben und auf dem Hintergrund der gemachten Erfahrung die Studien- und Berufswahl zu reflektieren,
  • Aufbau und Ausgestaltung von Studium und eigener professioneller Entwicklung reflektiert mitzugestalten.

In der Auseinandersetzung mit diesen vier Standards erhalten die Studierenden im Eignungs- und Orientierungspraktikum Gelegenheit, Professionalität im Zusammenspiel von wissenschaftlicher Ausbildung, praktischer Erfahrung und Selbstreflexion auf- und auszubauen.

Zu jedem Standard bieten die Schulen den Praktikantinnen und Praktikanten im Eignungs- und Orientierungspraktikum vielseitige Lerngelegenheiten bzw. Erwerbssituationen an.

Praktikumsplätze im EOP

Die Organisation des Eignungs- und Orientierungspraktikums ist an den Hochschulen unterschiedlich geregelt. An einigen Hochschulen besteht ein durch die jeweilige Hochschule organisiertes und mit Schulen abgestimmtes Verfahren der Platzvergabe. An anderen Hochschulen sind die Studierenden selbst verantwortlich für die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz an einer Schule.

Unterstützt werden Sie bei der Selbstsuche online über das Bildungsportal des Ministeriums für Schule und Bildung.

Als Ausbildungsschulen sind grundsätzlich alle Schulen des Landes zugelassen mit Ausnahme von Schulen, welche die Praktikantinnen und Praktikanten in der eigenen Schulzeit besucht haben. Mit Zustimmung des Ersatzschulträgers kann das Eignungs- und Orientierungspraktikum auch an genehmigten Ersatzschulen absolviert werden.